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	<title>www.saxer.org &#187; Die Leiche im Keller</title>
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	<description>Mein Saxophon-Blog</description>
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		<title>Die Leiche im Keller (Finale)</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Oct 2007 20:28:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jerry</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Leiche im Keller]]></category>
		<category><![CDATA[Ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[Reparatur]]></category>

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		<description><![CDATA[Tja, es ist schon eine ganze Weile her, dass ich der &#8220;Leiche&#8221; das obligatorische Update zuteil werden lie&#223;. Aber was lange g&#228;rt, wird endlich Wut (oder irgendwie so): Hier ist also das wiedererstandene &#8220;Impala&#8221; Tenorsaxophon in seiner ganzen wiedergewonnenen Sch&#246;nheit: Das neu erstandene &#8220;Impala&#8221; Von dem seinerzeit bei mir angekommenen, komplett korrodierten Sax ist nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tja, es ist schon eine ganze Weile her, dass ich der &#8220;Leiche&#8221; das obligatorische Update zuteil werden lie&#223;. Aber was lange g&#228;rt, wird endlich Wut (oder irgendwie so): Hier ist also das wiedererstandene &#8220;Impala&#8221; Tenorsaxophon in seiner ganzen wiedergewonnenen Sch&#246;nheit:</p>
<p><!--adsense#eBay--></p>
<p><center><img src="http://www.saxer.org/images/saxpics/impala_right.jpg" title="Das Impala von rechts" alt="Das Impala von rechts" height="600" width="400" /></center><center><strong><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="-1">Das          neu erstandene &#8220;Impala&#8221;</font></strong> </center><center> </center>Von dem seinerzeit bei mir angekommenen, komplett korrodierten Sax ist nicht mehr viel zu bemerken. Die &#8220;alte Kanne&#8221; wurde von Grund auf ges&#228;ubert, lose L&#246;tstellen &#8211; die ich nie selbst h&#228;tte fixen k&#246;nnen &#8211; hat Johannes ebenso perfekt wieder hinbekommen, wie das Spiel aus der klappernden und angerosteten Mechanik komplett verschwunden ist.Alle Klappen laufen so leicht, wie sie sollen, die Federn wurden weitestgehend durch neue, weniger martialische, daf&#252;r aber umso ausgewogenere Teile ersetzt. Die eingesetzten Polster verdienen endlich diese Bezeichnung wieder und liegen absolut dicht an. So ist es eine Freude, dieses Horn zu spielen. <center><img src="http://www.saxer.org/images/saxpics/impala_left.jpg" title="Das Impala von links" alt="Das Impala von rechts" height="600" width="400" /></center><center><strong><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="-1">Welcome to the other side&#8230;</font></strong>  </center><center> </center>Besonderes Augenmerk ist noch auf ein Kleinod zu legen, das Johannes gezaubert hat: Die neue Daumenauflage am Oktavhebel. Die alte Plastikkappe war nun wirklich alles andere als der Hit, aber was ich hier sehe, l&#228;sst das Saxer-Herz lachen: Die neue, blitzblanke Messing-Kappe wurde mit winzigen Madenschrauben auf dem alten Unterbau befestigt. Nicht nur, dass das super angenehm in der Hand liegt, durch die kleinen Schrauben kann sogar die Position der Ablage feinjustiert und damit exakt auf den Oktavhebel abgestimmt werden. Einfach genial. Sollte er sich patentieren lassen&#8230; <center><img src="http://www.saxer.org/images/saxpics/impala_daumen.jpg" title="Die Daumenablage" alt="Die Daumenablage" height="450" width="300" /></center><center><strong><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="-1">Eine kleine aber feine Meisterleistung!</font></strong>  </center><center> </center><!--adsense--></p>
<p>Schlie&#223;lich sei noch erw&#228;hnt, dass bereits die n&#228;chste Flei&#223;arbeit bei ToKo und Johannes lagert: Jeweils ein Pennsylvania Special Alto (eigentlich ein Keilwerth-Stencil) und ein Straight Neck Conn C-Melody in Bare Brass (also unlackiert) warten darauf, wieder T&#246;ne von sich geben zu d&#252;rfen. Und dann nat&#252;rlich dauerhaft in meine Sammlung einzuziehen&#8230;</p>
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		<title>Die Leiche im Keller (7)</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Aug 2007 14:12:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jerry</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Leiche im Keller]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich ist es ja ein bisschen unfair, die Aufl&#246;sung des Ganzen erst jetzt zu schreiben &#8211; aber es war einfach zuviel los in der Zwischenzeit und so war es mir nicht eher verg&#246;nnt: Wie soll ich sagen &#8211; die Leiche wurde wieder erweckt! ToKo und sein flei&#223;iger Azubi Johannes haben die als Puzzle &#252;bermittelte alte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich ist es ja ein bisschen unfair, die Aufl&#246;sung des Ganzen erst jetzt zu schreiben &#8211; aber es war einfach zuviel los in der Zwischenzeit und so war es mir nicht eher verg&#246;nnt:</p>
<p>Wie soll ich sagen &#8211; die Leiche wurde wieder erweckt!</p>
<p>ToKo und sein flei&#223;iger Azubi Johannes haben die als Puzzle &#252;bermittelte alte Kanne tats&#228;chlich nicht nur von Grund auf gereinigt, gepolstert und ge&#246;lt, das Sax ist auch so sauber justiert, dass es mit einem wunderbar warmen Ton von oben bis unten butterweich anspricht. Mit einem entsprechenden Mundst&#252;ck kann es zwar auch frech, aber genau der dunkle Ton, von dem ich zarte Andeutungen ja schon beim Test im urspr&#252;nglichen, erbarmungsw&#252;rdigen Zustand herausbekam, ist genau das, weshalb ich das alte Sch&#228;tzchen wieder klingen h&#246;ren (und lassen) wollte.</p>
<p><!--adsense--></p>
<p>Na los, fragt schon &#8211; warum hab ich mir trotz der wiedererstandenen &#8220;Leiche&#8221; noch mein &#8220;Traumsax&#8221; gekauft? Habe ich nichts besseres zu tun, als Koffer unterm G&#228;stebett zu sammeln?</p>
<p>Naja, der Punkt ist &#8211; mein Traumsax ist ein Keilwerth, und ein Keilwerth bleibt ein Keilwerth. Die Ex-Leiche ist ein &#8211; nun, wir wissen es bis heute nicht sicher. Alle Indizien sprechen inzwischen nach einhelliger Meinung vieler Befragter f&#252;r ein umgraviertes Orsi. Von den Dingern gab es wohl mal ziemlich viele verschiedene Auspr&#228;gungen mit ganz vielen fantasievollen Namen. Einige davon tauchen gelegentlich auf eBay (meist .com) auf, man muss aber schon Gl&#252;ck haben, es zu finden. Der auf meinem eingravierte Name &#8220;Impala&#8221; hingegen ist bislang einzigartig.</p>
<p>Es bleibt jedoch alles in allem ein Saxophon von eher durchschnittlicher Verarbeitungsqualit&#228;t, und in puncto Sound ist es zwar f&#252;r Alter und Zustand beeindruckend, aber eben doch Welten von einem guten Keili entfernt. Immerhin macht es ein ganz hervorragendes &#8220;Reserve-Tenor&#8221;, und damit habe ich Grund genug, es nach der langen Vorgeschichte auch zu behalten.</p>
<p>&#220;brigens ist es nicht mein letztes Tenor &#8211; aber auf das legend&#228;re Selmer &#8220;Padless&#8221; komme ich demn&#228;chst nochmal im Detail zu sprechen&#8230;</p>
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		<title>Die Leiche im Keller&#8230; (6)</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Jun 2007 21:21:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jerry</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Leiche im Keller]]></category>

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		<description><![CDATA[Gleich vorweg, nach langer Pause folgt ein Update, und es ist ein Update ohne Bilder&#8230; Der &#8220;Leiche&#8221; haben wir&#8217;s bislang t&#252;chtig gegeben &#8211; nach einigen wenigen kurzen und heftigen Sitzungen war aus einem vollst&#228;ndig spieluntauglichen Tenorsaxophon ein leidlich gereinigtes Saxophon-Puzzle geworden. Ein gelegentlicher Besuch beim bereits erw&#228;hnten Freund Maik h&#228;tte ein ganz wesentliches Problem aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="left"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif">Gleich          vorweg, nach langer Pause folgt ein Update, und es ist ein Update ohne          Bilder&#8230;</font></p>
<p align="left"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif">Der &#8220;Leiche&#8221;          haben wir&#8217;s bislang t&#252;chtig gegeben &#8211; nach einigen wenigen kurzen          und heftigen Sitzungen war aus einem vollst&#228;ndig spieluntauglichen          Tenorsaxophon ein leidlich gereinigtes Saxophon-Puzzle geworden.</font></p>
<p><!--adsense--></p>
<p align="left"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif">Ein gelegentlicher          Besuch beim bereits erw&#228;hnten Freund Maik h&#228;tte ein ganz wesentliches          Problem aus der Welt schaffen sollen: Das ber&#252;chtigte lockere B&#246;ckchen.          Im Prinzip auch kein Problem, denn &#8220;nach fest kommt ab&#8221;, und          nach locker schonmal gleich richtig. Das wie ein L&#228;mmerschwanz wackelnde          Teil war denn auch mittels einer halbwegs brauchbaren L&#246;tgelegenheit          schnell gel&#246;st. Das erneute Anbringen gestaltete sich hingegen schwieriger.          Meine eigenen Versuche waren ja schon kl&#228;glich vor die Wand gelaufen,          aber Maik hatte einiges an Sax- und sonstigen Instrumentenschraubereien,          und so h&#228;tte es l&#246;sbar sein sollen (respektive fixierbar &#8211; ich          glaube, der Punkt wird klar&#8230;).</font></p>
<p align="left"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif">Nach          einigen Versuchen entschieden wir uns, den Saxkorpus bei ihm zu lassen,          so dass er mit richtigem Ger&#228;t ans Leder &#8211; oder hier halt ans Messing          &#8211; gehen konnte. Ich wollte in der Zwischenzeit die Klappen ausmessen,          damit ich mich mit dem n&#246;tigen Reparaturmaterial eindecken konnte.</font></p>
<p align="left"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif">Aus Tagen          wurden Wochen &#8211; das Ende vom Lied war, dass das B&#246;ckchen immer noch          lose neben dem Korpus im Koffer lag, die mehr oder minder ausgemessenen          Klappen ausgemessen blieben (weil Maik aus diversen Gr&#252;nden seine          Materialbest&#228;nde ver&#228;u&#223;ern und seinen Sax-Zubeh&#246;r-Shop          einstellen musste) und ich statt der urspr&#252;nglichen Leiche nunmehr          einen Haufen Leichenteile mein Eigen nannte.</font></p>
<p><!--adsense#eBay--></p>
<p align="left"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif">Die Rettung          nahte dann in Form meines absoluten Lieblings-Saxdocs und guten Freundes          <a href="http://www.holzblasinstrumenten-studio.de/" target="_blank">ToKo</a>.          Er erfreut sich als Holzblasinstrumentenmachermeister (was ein Wort &#8211;          dagegen klingt mein Ausbildungsabschlu&#223; wie eine Lachnummer) seit          kurzem eines Auszubildenden, und ein ausgedehntes Telefonat mit Fachsimpeleien          ergab, dass mein Sax-Puzzle genau das richtige Lehrobjekt sein k&#246;nnte.          So sitze ich seitdem auf der Wartburg und harre der R&#252;ckkehr eines          dann &#8211; wenn auch au&#223;erplanm&#228;&#223;ig unter Einsatz von Handwerkerkosten          &#8211; restaurierten &#8220;Impala&#8221;.</font></p>
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		<title>Die Leiche im Keller&#8230; (5)</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Jun 2007 21:21:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jerry</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Leiche im Keller]]></category>

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		<description><![CDATA[Der n&#228;chste Schritt kann eklig werden, vor allem, wenn man das noch nie versucht hat und generell eine gewisse Aversion gegen verbrannte Finger hat. Rund um das, was vom Sax &#252;brig ist, liegt ein Haufen Klappen voller schrecklich vergammelter alter Polster. Da hilft alles nichts &#8211; die m&#252;ssen jetzt raus. Also einen ordentlichen Schuss Brennspiritus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="left"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif">Der n&#228;chste          Schritt kann eklig werden, vor allem, wenn man das noch nie versucht hat          und generell eine gewisse Aversion gegen verbrannte Finger hat.</font></p>
<p align="left"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif">Rund          um das, was vom Sax &#252;brig ist, liegt ein Haufen Klappen voller schrecklich          vergammelter alter Polster. Da hilft alles nichts &#8211; die m&#252;ssen jetzt          raus. Also einen ordentlichen Schuss Brennspiritus in die kleine &#8220;L&#246;tlampe&#8221;,          Feuer gelegt und ran an den Feind.</font></p>
<p align="left"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif">Kaum          zu glauben &#8211; es gibt keine unerwarteten Komplikationen. Im Gegentum. Die          teilweise angelaufenen und vergr&#252;nspanten Klappen sehen sogar etwas          blanker aus, nachdem die Flamme der Lampe erst mal kr&#228;ftig eingewirkt          hat. Der verwendete Kleber ist allerdings auch schauerlich. Ist er nicht          heiss genug, zieht er mehr F&#228;den als ein K&#228;sefondue; ist er          zu heiss, riecht es lecker&#8230; *urks* Die Ausd&#252;nstungen der Gammelpolster          tun ihr &#252;briges&#8230;</font></p>
<p align="center"><img src="http://www.saxer.org/images/impala/leerung.jpg" alt="Leere Klappen" height="333" width="500" /></p>
<p align="center"><strong><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="-1">Volume          &#8220;Empty&#8221; is full&#8230; </font></strong></p>
<p align="left"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif">Na denen          haben wir&#8217;s aber gezeigt. Alle Klappen sind geleert, die wenigen Reste          des &#252;blen Klebers sind erstaunlich empf&#228;nglich f&#252;r Abschabeversuche          in erkaltetem Zustand. Also bruzzeln wir nicht weiter, sondern lassen          die Klappen wieder abk&#252;hlen. Gl&#252;ck gehabt: Die Perlmutt-Einlagen          (die aufgrund der z.T. unebenen Kanten wohl auch nicht mehr die Originalen          sind) scheinen echt zu sein und haben sich von der Hitze der Spirituslampe          nichts angenommen. Augenscheinlich sind sie auch mit irgendeinem recht          Hitzeresistenten Teufelszeug eingeklebt. Da sie noch leben, gibt&#8217;s keinen          Anlass, das weiter zu hinterfragen &#8211; sie bleiben unbehelligt wo sie sind.</font></p>
<p align="center"><img src="http://www.saxer.org/images/impala/polsterschrott.jpg" alt="Polsterschrott" height="267" width="400" /></p>
<p align="center"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="-1"><strong>Kaum          zu glauben &#8211; soviele verschiedene Polstersorten in nur einem Sax</strong></font></p>
<p align="left"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif">Der versammelte          Polsterschrott treibt einem die Tr&#228;nen in die Augen. Was ich da rausgeholt          habe, stammt augenscheinlich aus mindestens drei Jahrzehnten und wurde          da, wo es nicht nach Erstausr&#252;sterqualit&#228;t aussieht, offenbar          eher schlecht als recht eingepasst. Die Ma&#223;e f&#252;r die neuen          Polster nehme ich dann wohl doch lieber direkt an den Klappen&#8230;</font></p>
<p align="left"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif">Irgendwie          ist es gut, dass es so schnell vorbei ist. Jetzt wird auch klar, warum          ich noch Testt&#246;ne aus der Kanne herausbekam: Die vermutlichen Originalpolster          waren so tief eingedr&#252;ckt, dass sie die Tonl&#246;cher nicht mehr          abgedeckt sondern regelrecht umschlossen haben. Zum Zweck der besseren          Ma&#223;bestimmung f&#252;r die Ersatzpolster hebe ich das Ekelzeugs          trotzdem mal noch ein paar Tage auf. Der M&#252;lleimer freut sich schon.</font></p>
<p align="center"><img src="http://www.saxer.org/images/impala/dremel.jpg" alt="Das Putzmaschinchen" height="402" width="500" /></p>
<p align="center"><strong><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="-1">Sub-Etha-Putzomatic</font></strong></p>
<p align="left"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif">Zum Abschluss          des Bastelabends kommt jetzt noch ein Probelauf mit dem Sub-Etha-Putzomatic          (a.k.a. Discounter-Dremel). Die Billig-Polierfilze fusseln zwar wie Tier,          leisten aber in Verbindung mit der Metallpolitur gute Arbeit. Das, was          die Bezeichnung Lack noch verdient, weiss sogar noch, wie man gl&#228;nzen          schreibt &#8211; wenn&#8217;s nicht so traurig w&#228;re, dass das Sax &#252;berhaupt          diesen bedauernswerten Zustand erreicht hat, w&#228;r&#8217;s erfreulich.</font></p>
<p align="left"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif">Sorge          macht mir noch das lockere B&#246;ckchen. Tests mit dem Brateisen zeigen,          dass zum Anl&#246;ten solcher Teile doch etwas mehr geh&#246;rt. Zum Gl&#252;ck          muss ich eh mal wieder Maik besuchen&#8230; passend kommt eine Mail von ihm;          wir bruzzeln das in seiner Werkstatt zurecht und ich kann direkt passende          Federn, Kork, Kleber und Polster einkaufen. Bis dahin gibt&#8217;s noch mindestens          einen weiteren Polierabend f&#252;r den Korpus plus einen weiteren f&#252;r          die Klappen. Aber erst wenn das erste neue Polster klebt, glaube ich wirklich          daran, dass das Instrument wieder erstehen wird&#8230;</font></p>
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		<title>Die Leiche im Keller&#8230; (4)</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Jun 2007 21:20:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jerry</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Leiche im Keller]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute machen wir uns an die &#8220;Leichenw&#228;sche&#8221; &#8211; zuvor sind zwar noch die beiden hartn&#228;ckigen Achsen zu demontieren, aber danach soll die olle Kanne wieder auf Hochglanz gebracht werden &#8211; im Rahmen des M&#246;glichen zumindest&#8230; Ein letzter Detailblick&#8230; Die Vorhersage traf zum Gl&#252;ck nicht ganz zu, die neuen Schraubendreher kosteten &#8220;nur&#8221; 22 EUR (f&#252;r 4 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="left"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif">Heute          machen wir uns an die &#8220;Leichenw&#228;sche&#8221; &#8211; zuvor sind zwar          noch die beiden hartn&#228;ckigen Achsen zu demontieren, aber danach soll          die olle Kanne wieder auf Hochglanz gebracht werden &#8211; im Rahmen des M&#246;glichen          zumindest&#8230;</font></p>
<p align="center"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif"><img src="http://www.saxer.org/images/impala/nochamstueck.jpg" alt="Ein letzter Gru&#223;" height="226" width="600" /></font></p>
<p align="center"><strong><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="-1">Ein          letzter Detailblick&#8230; </font></strong></p>
<p align="left"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif">Die Vorhersage          traf zum Gl&#252;ck nicht ganz zu, die neuen Schraubendreher kosteten          &#8220;nur&#8221; 22 EUR (f&#252;r 4 flache und 2 Kreuzschlitz-Dreher),          sollen angeblich besonders stabil sein&#8230; da noch Budget &#252;brig war,          hab ich f&#252;r meinen Aldi-Dremel-Clone noch einen Satz Schleif- und          Poliereins&#228;tze gekauft, mit Betonung auf &#8220;Polier-&#8221;, denn          das ist das Hauptziel (ich hoffe, ich muss nicht doch eins der Trennscheibchen          auf die beiden Achsen ansetzen&#8230;).</font></p>
<p align="center"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif"><img src="http://www.saxer.org/images/impala/geeigneteswerkzeug.jpg" alt="Geeignetes Werkzeug" height="234" width="400" /></font></p>
<p align="center"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="-1"><strong>Der          kleine Unterschied zwischen W&#252;hltisch und richtigem Werkzeug</strong></font></p>
<p align="left"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif">Vor Arbeitsantritt          spuken schon Ideen im Kopf, was die eigentliche Reinigung angeht. Handarbeit          &#252;ber alles, aber da waren diese hochinteressanten Erfolgsgeschichten          von Saxophonen in der Sp&#252;lmaschine&#8230; na ick wee&#223; nich&#8230; immerhin          ist der Korpus lackiert, und ob 60er-Jahre Lack sich mit 90er-Jahre-Geschirrsp&#252;lern          anfreunden kann?!?</font></p>
<p align="center"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif"><img src="http://www.saxer.org/images/impala/nackterbogen.jpg" alt="Nackter Bogen" height="400" width="600" /></font></p>
<p align="center"><strong><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="-1">Achtung,          Nacktfoto! </font></strong></p>
<p align="left"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif">Eine          Kleinigkeit f&#228;llt bei der Sichtkontrolle auf: M*st, eins der B&#246;ckchen          wackelt &#8211; und zwar, weil das Blech darunter an einer Seite nicht mehr          fest mit dem Korpus verbunden ist. Na toll &#8211; bislang dachte ich, die Sache          geht ohne L&#246;ten aus, aber da der Rest des tragenden Bleches noch          ziemlich solide wirkt, reicht vielleicht ein vorsichtiges anpunkten mit          meinem Brateisen&#8230; da es dazu noch an einer zumindest einigerma&#223;en          sichtbaren Stelle w&#228;re, m&#246;chte ich ungern den Lack noch mehr          verhunzen als das der Zahn der zeit schon hinbekommen hat.</font></p>
<p align="center"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif"><img src="http://www.saxer.org/images/impala/explosion.jpg" height="267" width="400" /></font></p>
<p align="center"><strong><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="-1">Uiuiui          &#8211; das Sax ist geplatzt&#8230;</font></strong></p>
<p align="left"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif">Erw&#228;hnenswerter          Lichtblick bevor es losgeht: Das herausl&#246;sen von ca. der H&#228;lfte          der Polster kann ich mir sparen &#8211; die haben sich inzwischen von selbst          verabschiedet. Da hielt nix mehr&#8230; nur noch den ekligen Kleber irgendwie          aus den Klappen bekommen, aber lt. ToKo ist die allgegenw&#228;rtige Spirituslampe          mein Freund&#8230;</font></p>
<p align="left"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif">Na dann          ran an den Feind &#8211; die neuen Werkzeuge haben tats&#228;chlich kurze F&#252;nfe          mit den st&#246;rrischen Achsen gemacht. Durch blosse Zuhilfenahme von          etwas Holzbl&#228;ser-&#214;l (ich habe nicht ToKo&#8217;s Hausmarke genommen,          es ging aber trotzdem) liessen sich die Achsen lockern und kamen schlie&#223;lich          frei. H&#246;chst unerfreulicher Seiteneffekt der Oxidation von Eisen          ist, dass das Produkt dieser Reaktion recht br&#246;selig ist &#8211; oder zu          gut deutsch, die beiden Starrk&#246;pfchen bed&#252;rfen nun des vorsichtigen          Schnitts neuer Schraubschlitze, sollen sie jemals wieder eingesetzt werden          (nochmal einsetzen ginge wahrscheinlich sogar so &#8211; aber sie dann wieder          loskriegen schreit mindestens nach der ber&#252;chtigten Bohrlehre &#8211; oder          dem Dremel&#8230;).</font></p>
<p align="center"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif"><img src="http://www.saxer.org/images/impala/siehtnacharbeitaus.jpg" alt="sieht nach Arbeit aus" height="400" width="600" /></font></p>
<p align="center"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="-1"><strong>Das          sieht nach Arbeit aus!</strong></font></p>
<p align="left"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif">Nach          Abschluss der Freilegungsarbeiten wird das ganze Ausma&#223; der anstehenden          Arbeit deutlich. Das schon entdeckte lose B&#246;ckchen bleibt zum Gl&#252;ck          das einzige seiner Art. Das &#228;ndert nichts daran, dass die Feuchtigkeit,          die die Achsen wundersch&#246;n sommerlich gebr&#228;unt hat, gleiches          auch an einigen Stellen mit dem Lack zuwege brachte &#8211; nicht ohne den Polstern          &#8211; oder was davon &#252;brig war &#8211; eine dezente Schimmel-Note zu verpassen.</font></p>
<p align="center"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif"><img src="http://www.saxer.org/images/impala/schadensaufnahme.jpg" alt="Schadens&#252;bersicht" height="400" width="600" /></font></p>
<p align="center"><strong><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="-1">Schadens&#252;bersicht</font></strong></p>
<p align="left"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif">An den          Kaminen zeigt sich z.T. ebenfalls Korrosion, von der noch festzustellen          sein wird, wie stark sie die Ebenheit der Tonl&#246;cher beeintr&#228;chtigt.          Ich hoffe nat&#252;rlich, eher weniger&#8230;</font></p>
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		<title>Die Leiche im Keller&#8230; (3)</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Jun 2007 21:19:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jerry</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Leiche im Keller]]></category>

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		<description><![CDATA[Jetzt wird&#8217;s interessant. So ein Saxophon ist eine komplexe Maschine, und besteht aus einer schieren Unmenge von Einzelteilen. Als erstes nehme ich mir also den S-Bogen vor &#8211; der hat eine &#252;berschaubare Detailtiefe und ist verh&#228;ltnism&#228;&#223;ig schnell und auch von weniger ge&#252;bter Hand in einen benutzbaren Zustand zu versetzen. Die Grundreinigung erledigen Polierpaste (&#8220;Autosol&#8221;), Sp&#252;lmittel, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="left"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif">Jetzt          wird&#8217;s interessant. So ein Saxophon ist eine komplexe Maschine, und besteht          aus einer schieren Unmenge von Einzelteilen.</font></p>
<p align="left"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif">Als erstes          nehme ich mir also den S-Bogen vor &#8211; der hat eine &#252;berschaubare Detailtiefe          und ist verh&#228;ltnism&#228;&#223;ig schnell und auch von weniger ge&#252;bter          Hand in einen benutzbaren Zustand zu versetzen. Die Grundreinigung erledigen          Polierpaste (&#8220;Autosol&#8221;), Sp&#252;lmittel, eine alte Zahnb&#252;rste          und zwei Flaschenb&#252;rsten (die so heissen, weil man sonst Babyflaschen          damit sauber macht). Zun&#228;chst wird die Tropfsteinh&#246;hle aus dem          Inneren des Bogens entfernt. Was auch immer der selige Vorbesitzer dieses          Instrumentes zu rauchen pflegte, es liesse sich aus diesen Relikten wahrscheinlich          rekonstruieren. Schwamm dr&#252;ber (naja, okay, &#8220;B&#252;rste&#8221;).</font></p>
<p align="center"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif"><img src="http://www.saxer.org/images/impala/s-bogen.jpg" alt="S-Bogen" height="367" width="550" /></font></p>
<p align="center"><strong><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="-1">Der          &#8220;unrenovierte&#8221; S-Bogen</font></strong></p>
<p align="left"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif">Nach          Schrubben, wienern und Polieren geht es mit dem Bogen zu Maik (Woodwind24).          Wir kleben bei einer Tasse Kaffee ein neues Polster ein. Gut &#8211; der Kork          ist nicht mehr der Br&#252;ller, aber er h&#228;lt noch, das Mundst&#252;ck          wackelt nicht, und ich habe einen S-Bogen, mit dem ich arbeiten kann.</font></p>
<p align="left"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif">Da auch          der Ekelfaktor weg ist, rauf auf das Instrument mit dem Bogen, mein liebes          Link N.Y. 8* drauf, und mit den wenigen Klappen, die noch dazu angetan          sind, ihre Tonl&#246;cher zu bedecken, mal probiert, was geht. Klingt          nicht mal schlecht. Aus diesem Horn ist vielleicht doch noch was zu machen?</font></p>
<p align="center"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif"><img src="http://www.saxer.org/images/impala/more_corrosion.jpg" alt="More Corrosion" height="400" width="600" /></font></p>
<p align="center"><strong><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="-1">Noch          etwas Korrosion gef&#228;llig?</font></strong></p>
<p align="left"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif">Na dann,          runter mit der Mechanik. Zun&#228;chst puhlen wir die Klappenschutzbleche          runter &#8211; das wird schon dadurch spannend, dass nicht alle Schrauben mehr          wirklich schraubbar sind. Aber mit etwas Geduld geht&#8217;s noch so gerade.          Zwei Schrauben &#252;berleben die Aktion dennoch nicht &#8211; Ersatz wird sich          hoffentlich finden lassen.</font></p>
<p align="left"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif">Als n&#228;chstes          sind die Palm-Keys dran &#8211; die sind handlich und leicht zu demontieren&#8230;          denkste! Zwei sind ruckzuck gel&#246;st, die rostigen aber noch stabilen          Achsen wieder in ihrem R&#246;hrchen geparkt und liegen stumm neben dem          Sax. Die dritte Achse bewegt sich keinen Millimeter. M*st. Nun kommen          die Limitierungen der 3,98-EUR-W&#252;hltisch-Schraubendreher zum Tragen.          Kraft&#252;bertragung ist irgendwie anders&#8230;</font></p>
<p align="center"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif"><img src="http://www.saxer.org/images/impala/impala_tisch.jpg" alt="Fix me!" height="400" width="600" /></font></p>
<p align="center"><strong><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="-1">Der          einzige Tisch, der sprechen kann: &#8220;Mach mich wieder ganz&#8230;&#8221;</font></strong></p>
<p align="left"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif">Also          erst mal weitersehen. Fast die gesamte &#252;brige Mechanik ist in nur          20 Minuten abmontiert und fein s&#228;uberlich neben dem Instrument aufgereiht.          Die Spitzschrauben und Achsen haben zwar Rost, leben aber noch. Zum guten          Schlu&#223; bleiben noch die beiden gro&#223;en Becherklappen (H und          B bzw. B und Bb &#8211; je nachdem ob man&#8217;s lieber deutsch oder englisch liest&#8230;)          &#8211; und wie &#252;blich, ganz am Schlu&#223; muss ja nochmal was schiefgehen&#8230;          die Achse macht keinen Mucks.</font></p>
<p align="left"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif">Reibungsverluste          bis dahin: eine notd&#252;rftig aber zum Gl&#252;ck ohne Bruch zurechtgedengelte          Oktavmechanik, ein Arsenal vergr&#252;nspanter Klappen mit angerosteten          Achsen und rostigen Spitzschrauben, zwei gehimmelte Halteschrauben von          den Klappenk&#228;figen, ein verbeulter solcher (mit viel Geduld einigerma&#223;en          wieder hinbekommen) und von all den eingerosteten Stahlfedern nur eine          gebrochen &#8211; aber fast alle austauschbed&#252;rftig. Das wird lustig.</font></p>
<p align="center"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif"><img src="http://www.saxer.org/images/impala/gesamtbild.jpg" alt="Gesamtansicht vor Arbeitsbeginn" height="400" width="600" /></font></p>
<p align="center"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="-1"><strong>Der          Delinquent vor der Demontage</strong></font></p>
<p align="left"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif">Morgen          geht&#8217;s erst mal vern&#252;nftige Schraubendreher kaufen (werden wahrscheinlich          teurer als das Sax bisher, aber ich h&#228;tte ohnehin einen neuen Satz          gebraucht), und Ideen f&#252;r das L&#246;sen der beiden festen Achsen          suchen&#8230;</font></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die Leiche im Keller&#8230; (2)</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Jun 2007 21:19:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jerry</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Leiche im Keller]]></category>

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		<description><![CDATA[Bevor man sich an etwas Neues wagt, sollte man das Handbuch lesen&#8230; Okay, genug der Witze &#8211; ich bin von Haus aus Tekkie und Handb&#252;cher sind die Dinger, in die man reinschaut, wenn man eine Sache schon kaputt-probiert hat. Das Opfer in seinem &#220;berf&#252;hrungs-Sarg Ich stehe also nun vor einer Saxophon-Leiche und mache mich an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="left"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif">Bevor          man sich an etwas Neues wagt, sollte man das Handbuch lesen&#8230;</font></p>
<p align="left"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif">Okay,          genug der Witze &#8211; ich bin von Haus aus Tekkie und Handb&#252;cher sind          die Dinger, in die man reinschaut, wenn man eine Sache schon kaputt-probiert          hat.</font></p>
<p align="center"><strong><img src="http://www.saxer.org/images/impala/opfer.jpg" alt="Das Opfer..." height="400" width="600" /></strong></p>
<p align="center"><strong><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="-1">Das          Opfer in seinem &#220;berf&#252;hrungs-Sarg <img src='http://www.saxer.org/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </font></strong></p>
<p align="left"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif">Ich stehe          also nun vor einer Saxophon-Leiche und mache mich an die Obduktion. Zu          jeder Saxophon-Reparatur geh&#246;rt, dass man sich dar&#252;ber klar          wird, was f&#252;r ein Instrument (Bauart, Material, Eigenheiten) man          vor sich hat. Im vorliegenden Fall ist der eingravierte Name &#8220;Impala&#8221;          nicht einmal der Hauch einer Hilfe. Die erg&#228;nzende Gravur &#8220;Ges          Gesch Bayreuth&#8221; kann auch alles und nichts heissen. Ein erster Anhaltspunkt,          dass es sich bei diesen Beschriftungen nicht um Originalgravuren des eigentlichen          Herstellers handelt, ergibt sich aus der Tatsache, dass sie erkennbar          nach der sonstigen Bechergravur angebracht wurden &#8211; die Schriftz&#252;ge          sind n&#228;mlich teilweise korrodiert, was bei der &#252;brigen Gravur          nicht passiert ist. Auch findet sich r&#252;ckseitig unter der Seriennummer          ein Bereich, der aussieht, als sei hier etwas &#252;bergraviert oder weggekratzt          worden. Dies k&#246;nnte z.B. eine Firmen- oder Herkunftslandmarkierung          (&#8220;Made in Sonstwo&#8221;) gewesen sein.<img src="http://www.saxer.org/images/impala/impala_gravur.jpg" alt="Bechergravur" align="right" height="600" width="400" /></font></p>
<p align="left"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif">Gut,          so kommen wir nicht weiter, also gehen wir ins Detail. Erster Schritt:          Altersbestimmung.</font></p>
<p align="left"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif">Das Instrument          ist in Bicolor ausgef&#252;hrt, der Korpus ist goldlackiert, die Klappen          (oder was davon &#252;brig ist) vernickelt. Diese Ausf&#252;hrung sowie          die vernickelten und aufgeschraubten Klappenschutzbleche sprechen f&#252;r          ein Design aus den 60er bis 70er Jahren. Die gleiche Sprache spricht auch          der sog. &#8220;Tisch&#8221; (Hebel f&#252;r die H-B-Cis-Gis-Mechanik),          dessen Ausf&#252;hrung derjenigen entspricht, die B&amp;S/Weltklang bis          in die 80er Jahre bauten, und die sich ansonsten bei vielen Saxophonen          zwischen 1950 und Mitte der 70er Jahre findet. Damit die &#8220;schlechte&#8221;          Nachricht: Es ist eindeutig nichts mit &#8220;Vintage&#8221;. Die gute Nachricht:          Es k&#246;nnte tats&#228;chlich noch jemand leben, der was &#252;ber die          Entstehung dieses Saxophons weiss. Also suchen wir weiter.</font></p>
<p align="left"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif">Zweiter          Schritt: Hersteller ermitteln.</font></p>
<p align="left"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif">Eine          Firma Impala mit Bezug zu Bayreuth gab es offenbar nicht. Zumindest konnten          angemailte Musikalienh&#228;ndler aus Bayreuth ebensowenig helfen, wie          kreatives Googeln nach Hinweisen. Spekulationen in Richtung &#8220;Ostblock-Sax&#8221;          verboten sich wegen der Bauart und insb. der sehr aufw&#228;ndigen Fertigung          mit auf gro&#223;fl&#228;chigen Blechen aufmontierten B&#246;ckchen,          die dann als Baugruppe auf den Korpus aufgel&#246;tet sind, der auff&#228;llig          ziselierten Verbindungsringe zwischen Korpus, Bogen und Becher, sowie          der generellen Klappenanordnung, die f&#252;r Amati und B&amp;S als &#8220;Hauptverd&#228;chtige&#8221;          vollkommen untypisch ist. Ein Hinweis darauf, dass Keilwerth auch schonmal          gern f&#252;r andere Firmen &#8220;Stencils&#8221; gebaut habe, brachte          mich darauf, an der Quelle nachzufragen. Die Auskunft kam postwendend:          Man sei dort 100% sicher, dass dieses Sax nicht aus Keilwerth-Produktion          stamme, schlie&#223;e aber ebenfalls eine Ost-Herkunft aus. Am ehesten          k&#246;nne es sich um ein italienisches Fabrikat handeln.</font></p>
<p align="center"><strong><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif"><img src="http://www.saxer.org/images/impala/impala_bogen.jpg" alt="Verbindungsringe am Bogen" height="400" width="600" /></font></strong></p>
<p align="center"><strong><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="-1">Die          Verbindungsringe &#8211; ein Herkunftshinweis?</font></strong></p>
<p align="left"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif">Treffer          &#8211; versenkt. Ein bisschen einschl&#228;gige Saxophonbilderseiten durchforstet,          auf eBay nach italienischen Saxophonen gesucht, und da waren die fehlenden          Hinweise:</font></p>
<p align="left"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif">Die gesamte          Bauart, und insb. die auff&#228;llig ziselierten Verbindungsringe sprechen          daf&#252;r, dass es sich hier um eine Bauweise handelt, die bei Grassi          oder Orsi &#252;blich war. Damit best&#228;tigt sich, dass es sich in          jedem Fall um ein ehedem hochwertiges Instrument handelt, und man im spielf&#228;higen          Zustand durchaus einiges davon erwarten k&#246;nnte &#8211; wenn es denn jemals          wieder &#8220;singen&#8221; sollte&#8230;</font></p>
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		<title>Die Leiche im Keller&#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Jun 2007 21:16:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jerry</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Leiche im Keller]]></category>

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		<description><![CDATA[Der etwas provokante Titel dieser Seite ist bewusst gew&#228;hlt: Es war Ende 2004, als ich mich &#8211; mal wieder auf eBay &#8211; nach einem g&#252;nstigen Zweit-Tenor umschaute. Dabei fiel mein Blick auf ein &#8211; den Bildern und der Beschreibung nach zu urteilen &#8211; recht gut erhaltenes und vor allem in der Verarbeitung sehr interessantes Tenorsaxophon, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="left"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif">Der etwas          provokante Titel dieser Seite ist bewusst gew&#228;hlt:</font></p>
<p align="left"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif">Es war          Ende 2004, als ich mich &#8211; mal wieder auf eBay &#8211; nach einem g&#252;nstigen          Zweit-Tenor umschaute. Dabei fiel mein Blick auf ein &#8211; den Bildern und          der Beschreibung nach zu urteilen &#8211; recht gut erhaltenes und vor allem          in der Verarbeitung sehr interessantes Tenorsaxophon, das mit dem Namen          &#8220;Impala&#8221; angepriesen wurde.</font></p>
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<p align="center"><strong><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif"><img src="http://www.saxer.org/images/impala/impala_1.jpg" alt="Impala Saxophon Gesamtansicht" height="276" width="592" /></font></strong></p>
<p align="left"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif">Der Name          sagte mir wie auch einschl&#228;gig Saxophon-Erfahrenen, die ich befragt          hatte, nicht wirklich viel. Daher habe ich meiner Experimentierfreude          freien Lauf geg&#246;nnt und einfach mitgesteigert. F&#252;r einen relativ          moderaten Betrag (gemessen an sonst &#252;blichen Preisen f&#252;r &#228;ltere          und spielbereite Tenorsaxophone) bekam ich denn auch den Zuschlag.</font></p>
<p align="center"><strong><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif"><img src="http://www.saxer.org/images/impala/impala_2.jpg" alt="Shiny Sax 1" height="400" width="300" /><img src="http://www.saxer.org/images/impala/impala_5.jpg" alt="Shiny Sax 2" height="400" width="300" /></font></strong></p>
<p align="center"><strong><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="-1">F&#252;r          was ich geboten habe&#8230;</font></strong></p>
<p align="left"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif">Der Schock          kam dann auch mit der Post&#8230; (und sollte Wasser auf die M&#252;hlen all          derer sein, die den Instrumentenkauf &#252;ber eBay kritisch be&#228;ugen)</font></p>
<p align="left"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif">Das Instrument,          das nach Auskunft des Verk&#228;ufers &#8220;bis vor kurzem noch gespielt&#8221;          worden war, entpuppte sich als ein unsachgem&#228;&#223; gelagertes und          mit Sicherheit seit Jahren nicht angefasstes Teil, dessen Fehlerliste          sich aus erheblicher Korrosion, verbogenen Mechaniken und herausfallenden          Polstern aufbaute und von einem durch Schlagsch&#228;den unbrauchbar gewordenen          Koffer nur noch abgerundet wurde.</font></p>
<p align="center"><strong><img src="http://www.saxer.org/images/impala/impala_gravur_sm.jpg" alt="rostige Bechergravur" height="450" width="300" /><img src="http://www.saxer.org/images/impala/oktavmechanik_sm.jpg" alt="Vergurkte Oktavmechanik" height="450" width="300" /></strong></p>
<p align="center"><strong><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="-1">&#8230;und          was ich dann bekam!</font></strong></p>
<p align="left"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif">Eine          R&#252;ckabwicklung wurde seitens des Verk&#228;ufers nach elend langen          Versuchen der Kontaktaufnahme abgelehnt, weshalb die Sache in das K&#228;uferschutzverfahren          ging. Am Ende des sechs Monate w&#228;hrenden Liedes stand dann eine anteilige          Schadensregulierung durch eBay, die mich mit einem Restschaden von 37          EUR (Eigenanteil + Versandkosten) und einem unbrauchbaren Saxophon sitzen          liess.</font></p>
<p align="center"><strong><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif"><img src="http://www.saxer.org/images/impala/this_corrosion.jpg" alt="This Corrosion" height="400" width="600" /></font></strong></p>
<p align="center"><strong><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif" size="-1">Sisters          of Mercy: &#8220;Bring this corrosion to me&#8230;&#8221;</font></strong></p>
<p align="left"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif">So weit,          so schlecht. Nachdem das von eBay geforderte Gutachten attestierte, dass          diesem Sax nur durch eine General&#252;berholung zu helfen sei, die den          Einstandspreis locker verdreifacht h&#228;tte, und das defekte Sax jetzt          auch niemand mehr haben wollte, blieben drei M&#246;glichkeiten: Entsorgung          (nicht meine Art&#8230;), als Dekoration an die Wand nageln (nett, aber mit          Gr&#252;nspan und schimmeligen Polstern eher unattraktiv) oder die Reparatur          einfach mal selbst versuchen. Lichtblick dabei: Viel mehr als etwas Zeit,          einen Satz Polster und ein bisschen Polierpaste kann man dabei eigentlich          nicht verheizen, und 37 EUR sind ja eh schon futsch&#8230; ausserdem lerne          ich immer gern Neues dazu.</font></p>
<p align="left"><font face="Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif">Tja,          und damit beginnt die Geschichte von der Leiche im Keller, denn dort ist          mein Basteltisch und dort liegt seit dem 14.3.2006 ein Tenorsax unbekannter          Herkunft und harrt seiner Auferstehung.</font></p>
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