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Ein weiterer Anlauf, ein dahingeschiedenes Saxophon zu neuem Leben zu erwecken – diesmal unter Verwendung eines alten Weltklang Tenors.

Die Leiche Reloaded

…oder auch: Die Mumie kehrt zurück!

Im ersten Anlauf hatte ich mich noch an einem unbekannten Sax versucht, das zu allem Überfluss auch noch Reparaturbedarf mit sich brachte, den ich nicht zu lösen im Stande war.

Nun wird alles anders. Streng nach dem Motto „einem geschenkten Gaul…“ habe ich auf ein geschenktes Sax auch nicht sonderlich intensiv geschaut sondern mich primär gefreut. Sekundär wurde dann mal der Koffer geöffnet – erwartungskonform schlug dort zunächst ein „Duft“ heraus, der zumindest dem Transportbehältnis selbst schon jetzt ein zeitnahes Ende verheißt. An dem Ding ist nichts zu retten…

Spannender ist hingegen der Inhalt – ein gewissermaßen alter und allerorten anzutreffender Bekannter: Ein Weltklang Tenorsaxophon. So schwarz wie nur irgendetwas verkündet dieses Gerät „ich bin versilbert, und das mit Anlauf“ – aber was ist das? Da sind ja sogar erkennbar nagelneue Pads in den Klappen! Schwarze Känguruhs sogar! Na genial…

…allerdings ist das Sax auch noch „geplatzt“ = im wesentlichen in seine Teile zerlegt. Sowas fixt man nicht „mal eben“. Testweise hab ich mal etwas Polierpaste darübergejagt, und oh Wunder, aus dem Schwarz wird tatsächlich verhaltener Silberglanz. Nicht schlecht. Es zeigt sich aber auch, dass das Instrument haufenweise kleinere und mittlere Macken hat – also eindeutig ziemlich herumgekommen ist. Das könnte bedeuten, dass es nicht ganz schlecht war – oder aber auch einfach nur, dass der frühere Besitzer keine Wahl hatte, als es zu benutzen. Hoffen wir das beste und erwarten das schlimmste…

Nur Geduld. In den nächsten Tagen gibt’s Fotos und eine erste Bestandsaufnahme. Zwei kleine Fehlteile sind schon identifiziert, diese werden wahrscheinlich aus Gründen, die andernorts noch zu erklären sein werden, gerade bei ToKo ruhen.

Jedenfalls erscheint diese alte Kanne reparabel – eine bezahlte Generalüberholung reinzustecken wird sich kaum rechnen, aber da ein Teil der Arbeit schon erledigt ist und das Ding immerhin „für umme“ kam, kann ich ja ausser ein wenig Zeit nichts verlieren. Beste Voraussetzungen.