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Neu verliebt in hohe Töne…

Ich hätt’s ja nicht für möglich gehalten – obwohl, doch, eigentlich schon, denn ich weiß ja, wen ich gefragt habe – aber ich habe mich sozusagen neu verliebt: In mein Sopran-Sax!

Jaja, ich weiß, man soll mit Begriffen wie „verliebt“ lieber sparsam umgehen, aber es ist schon ziemlich intensiv, was mich da gerade mit meinem kleinen schwarzen „Hochtöner“ verbindet. Hans-Werner Peters, der Meister der Steamer-Mundstücke, hat mich mit einem – nein, mit _DEM_ Sopran-Steamer beglückt.

Bislang hatte mein Prestini-Sopran immer einen schweren Stand, bin ich doch eigentlich dem Tenor verfallen und auf diesem auch schon lange be-Steamer-t. Für das Sop besaß ich bis dato „nur“ ein unsägliches Yamaha 4C, Selmer S80C* und ein 7er Otto Link STM, welches nach etwas Refacing für den Einsatz in der Kirchenmusik ganz passabel war – aber eben auch nicht mehr.

Auf dem letzten Saxwelt-Workshop hatte Hans dann erstmals einen Steamer-Prototyp für Sopran dabei – das Teil war bereits der Hammer – noch ohne abschließende Politur und weitere Verzierungen hatte ich es ihm aus den vom Schleifen verstaubten Fingern gerissen, vermittels eines „Kettenhemdes“ (Rico Olegature – für Alto!) ein 2,5er Queens Blatt darauf gefesselt und mich fortan nur noch unter Anwendung chirurgischer Mittel von diesem Superteil trennen lassen. Entsprechend heiß war ich auf das erste „Serien“-Modell (sofern man bei Hans überhaupt von „Serie“ sprechen mag, ist doch jedes Steamer Maßanfertigung für den Empfänger…).

Was soll ich sagen, ich bin von den Socken! Das – wie bei Hans üblich mit Zertifikat gelieferte – Steamer ist der absolute Hammer. Mit der für mich absolut idealen 0.70er Öffnung ist es mit einem 2,5er Blatt problemlos spielbar, mit einem 2er (Barre bzw. Rigotti Regal Queens) geht es bombensicher auch bis in die Palm Keys hinauf ohne zu kieksen oder abzuschmieren. Der Sound ist Steamertypisch „fett“ und rund, fast glaubt man, eher ein Alto als ein Sopran-Sax in der Hand zu haben, so voluminös ist der Ton. Was natürlich ein Produkt der wirklich ideal angepassten Kammer ist.

Fotos und Soundbeispiele muss ich erst noch produzieren, nach jeweils einer einstündigen Session mit dem Mundstück gestern und heute muss ich erst einmal meiner Begeisterung Luft machen, dann geht’s an die Details.